Welche Ängste hast du? Behältst du noch von früher in dir und hältst sie noch für real?

Manchmal bleiben wir in den Ängsten von früher haften. Derweil haben wir uns längst weiterentwickelt:

Unser System hat gar kein Problem mehr mit einer Situation von früher. Es ist wie ein gereinigtes Gefäss. Ganz klar und neutral. 

Doch unser Geist, unsere Gedanken haften noch an der alten Angst, halten die Erinnerung daran für real. Doch manchmal ist sie bereits nichts mehr weiter als ein substanzloser Nebel, der mit letztem oder bereits ohne Energie-Gehalt noch in uns spukt.

Beispiel:
Ich hatte Angst vor Vorträgen vor Gruppen. Zu versagen, mich zu blamieren.

Und ich machte die Erfahrung, dass ich jetzt – einige Jahre später- in verschiedenen Situationen in mir verankert stehe und die Situationen neu beäuge, neu ausprobiere.

Wie z.B. in einer Schlüsselszene Vortrag:
Ein Tag vor dem Vortrag ein Flash von Panik – „immer noch genau wie früher“ dachte es in mir. Der Unterschied: ich schaute jetzt bewußt hin, hinterfragte. Nahm wahr, dass es eine alte Angst war. Ich atmete hinein, die Woge flachte ab, verschwand. Aha -vorbei, nicht mehr real heute.
Kurz vor dem Vortrag fragte ich mich: wie fühlt sich mein Körper gerade von innen her an? Wie mein Geist? Und es machte „aaaah“ in mir. Etwas entspannte sich noch tiefer, merkte ich doch, dass mein Körper angenehm entspannt wahr auch mit dem moderaten Maß an Nervosität. Und ich holte meinen schwirrenden Geist nach unten zu mir. Ich schaute, wer in den Raum kommt, nahm Kontakt auf, stelle mich vor, legte los…..und machte eine neue Erfahrung. Und diese Erfahrung ist jetzt neu gespeichert in meinem System.

Das ist noch nicht immer so. Manche Angst hat scheinbar noch Kraft. Doch es ist so wertvoll einen Systemcheck und Realitäts-Check zu machen. Immer wieder.  Uns dadurch zu stärken, unseren Raum zu erweitern und uns neue Möglichkeiten zu ermöglichen.

Wir sind nie unsere Angst, wir haben sie. Doch wir haben und SIND immer unsere Kraft.


Probier´s aus:)
Roswitha

Ich mag diese Worte. Sie heißen übersetzt nachgeben. Für mich bedeuten sie nachgeben auf ganz weiche Weise. Einsehen. Sich einlassen. Rigide Denkstrukturen und Handeln los lassen.

Ein ganz einfaches Beispiel: gestern gab es einen Wetterumschwung auf kalt.  Heute immer wieder Regen, trocken, Regen… ein auf und ab. Mein Organismus reagiert auf dieses Auf und Ab oft stark. Ich fühlte mich eher müde, ein Mittagsschlaf funktionierte nicht. Aber ich war auch hin und hergerissen und dachte, der Tag plätschert mir jetzt einfach davon und ich überlegte, joggen zu gehen oder draussen Holz zu machen. Ich machte mich ans Werk und stellte schnell fest, das passt heute einfach nicht. Es ist kein gutes Anstrengen sondern geht gegen mich. Erst da konnte ich sehen: ok, der Tag ist heute so wie er ist. Und ich konnte einwilligen:

Ich habe dem Bedürfnis in mir nachgegeben. Wider meines Anspruchsdenkens wie mein Tag aussehen könnte, vielleicht auch sollte und was noch alles erledigt sein könnte.

Ich habe ein wenig in Stille gesessen, meinen Körper von innen gespürt. Bin drunter gesunken unter das Auf und Ab – rein in mich und meine Entspannung. Und gleichzeitig war ich sehr verbunden mit draussen. 

Und was soll ich sagen, es fühlt sich wunderbar an: Jetzt stimmt es.

In dieser Art des Nachgeben liegt also ein großes Geschenk. Probierst du ´s aus?

Liebe Grüße zu dir,
Roswitha

Es kann gut sein, dir auf deinem Weg eine Pause zu gönnen. Um dir ein Thema genauer anzusehen.

Doch dann geh weiter. Bleib´ nicht für immer dort stehen. Denn Heilung geschieht erst ganz durch und im Gehen:

Erfahre durch dein Weitergehen und Ja zum Leben, dass sich Dinge ändern können. Dass du Dinge ändern und anders erfahren kannst. Dass etwas heilen kann genau durch dein Weitergehen. Dass sich eine alte Energie auflösen kann. So wie ein Nebel nach und nach von der Sonne gelöst wird – mal langsamer, mal schneller.

Halte immer wieder kurz inne zwischendurch und schau dich um. Was hat sich verändert in dir und in deinem Leben?

Mit diesem Bewusstsein wirst du immer leichter, vertrauender und strahlender weitergehen. Weil du durch dein Gehen erfahren hast, dass du kraftvoll bist. Dass du neu gestalten kannst, dass sich Dinge verändern können.

Erinnere dich an deine Kraft.

Alles Liebe,
Roswitha

Wir alle sind ein Unikat. Ein Unikat, das aus ganz vielen schillernden, lebendigen Facetten besteht. Lebst du all deine Facetten? Traust du dich, sie zu leben?

Als ich jünger war dachte ich mir, ich finde meine Richtung nicht: Ich mochte damals schon ganz unterschiedliche Musikrichtungen. Ich zog mich ganz unterschiedlich an. 
Als ich jünger war, dachte ich auch, ich sei nicht „richtig“: war ich einfach ausgelassen, wurde ich gefragt, wieviel ich denn schon getrunken hätte. Ich fühlte mich oft zu „einfach“…

Ich lernte, dass Anpassen ganz gut sein könnte: im Job mit den Klamotten, von denen ich dachte, dass man die halt so trägt. Etwas auffälliger war mir schon unwohl. Singen laut: nur im Auto oder allein. Richtig rumalbern: am besten nur mit Kindern.

Und all die ganze Anpassung weil ich Angst vor Beurteilung hatte. Und weil ich mich nicht erkannte und meine einzigartige Vielfalt nicht anerkannte. Weil ich in Ausschließlichkeit dachte und nicht daran, dass ich Vielfalt bin:

Ich kann herumalbern und ernst sein. Purzelbäume schlagen, barfuss durch Schlamm laufen, am nächsten Tag einen Vortrag halten. Holz hacken, Reifen wechseln, aufgeschürfte oder erdige Hände haben, meine Nägel lackieren und ein Kleid anziehen. Kinder trösten, Sterbende begleiten. Laut und leise Musik hören, singen, tanzen. Mit ganz unterschiedlichen Klamotten ins Büro gehen – mal chick, mal mit Blümchen und Filz oder dort auch barfuss laufen. Barfuss durch die Stadt laufen. Still sein, achtsam sein und lieben. Stark sein, schwach sein. Krisen durchleben. 

All das kann ich sein und tun. All das bin ich. Es schließt sich nicht aus. Und ich darf mich immer wieder neu entdecken und weiter ausprobieren. Ich liebe die tiefe und gleichzeitig leichte Freude, Lebendigkeit und Freiheit, die sich dadurch ergibt.

Wie steht es bei dir? Wie sehr erkennst du deine Vielfalt an und wie sehr lebst du sie? Wie sehr traust du dich, dich zu leben? Oder auch anders gefragt: Wieviel freier und lebendiger würde es sich anfühlen, wenn du dich noch mehr traust, dich zu leben und zu zeigen, wie du bist -immer ein Stück mehr?

Lebe die einzigartige Vielfalt, die du bist. Schenke deinem Leben und der Welt Lebendigkeit.

Viel Freude dabei.
Roswitha

Ich liebe sie, die Märzenbecher. Mit ihren weißen Blütenröckchen wunderschön verziert mit farbigen Punkten an jedem einzelnen Blütenblatt.

Ihre Zeit ist genau Jetzt. Auf gut genässtem Untergrund fühlen sie sich wohl, sind sie gut genährt. Recken ihre Köpfe als eine der ersten Blumen aus dem Frühlingsboden.  Verzaubern die Plätze und Wiesen. Bezaubern mich.

Lichtvoll. Leicht. Heiter.  Und gleichzeitig voller Kraft.

Was schiebt von dir kraftvoll in die Welt? Nutze diese Kraft. Wachse, entfalte dich, strahle lichtvoll und heiter. Verzaubere die Welt- ganz in deiner Kraft. Deine Zeit ist immer genau Jetzt.

P.S. Wenn du die Gelegenheit hast auf einer Märzenbecherwiese: begib dich auf den Boden und schau auf Blumenhöhe mit Weitblick in die Wiese. Genieß´ die Perspektive.

Heitere Frühlingsgrüße,
Roswitha

Gestern schon zog es mich hinaus zum Wald, zu den Bäumen, zum Boden.  Erde, Wasser, Luft, Grün, Leben. Ich versprach mir, morgen zu gehen.

Heute war morgen. Es regnete schon die ganze Nacht, dann eine Regenpause morgens. Meine Zeit:) – ich fuhr los. Und… es begann erneut zu regnen. Es war klar, ich gehe trotzdem oder vielleicht auch mitdem Regen und Wind. Gut eingepackt hatte ich mich ja.

Und der Weg nahm mich wunderbar auf: Gleich am Anfang ein Bach, gut gefüllt vom Schmelz- und Regenwasser. Frühlingssattes Naß. Auf der anderen Seite des Hohlweges eine Fichte. Gemeinsam ein schönes Tor. Ich trat ein.

Mein Rock über der Hose war eine gute Wahl. Er hielt den ersten Regen und Wind ab.
Wie schön, so lange war ich schon nicht mehr hier. Bekannte Fichten, tiefgrünes Moos. Vogelgesang in der Windlücke. 

Und dann suchte ich mir meinen ersehnten Platz am Waldrand unter einer Fichte. Und fand ihn. Windgeschützt, der Boden weich von alten Nadeln und verhältnismässig trocken. Der Baumstamm als Lehne, die Wurzeln eine gemütliche Sitzniesche. Die tropfenden langen Fichtenäste schützend über mir und zugleich Rahmen für mein Aussichtsfenster.

Gerade an solchen Plätzen, in solchen Momenten, einfach so im Sitzen und Schauen wird es ganz ruhig in mir. Bin ich ganz bei mir und zugleich präsent in dem was um mich ist. 

Und so saß ich, schaute ich, freute mich über meinen schönen Platz und dass es mir warm und trocken genug war. Und dann…..

….flog ein Vogel durch mein weites Herz.

Momente wie diese sind wundervoll. Zeigen sie uns doch, wie die Welt ist und immer mehr sein kann für uns. Wenn wir unser Herz öffnen und in Kontakt gehen. Dann fliegt z.B. ein Vogel eben „nicht nur“ an uns vorbei – ich und du getrennt durch Raum. Vielmehr können wir spüren, wie sich tatsächlich unser Raum weitet, wir ihn aufmachen und eine Berührung entsteht – ich und du getragen und verbunden im Raum. Verbunden im Sein.

Grüße zu dir,
Roswitha

Wir verfügen über verschiedene Wahrnehmungskanäle:
Wir können sehen, hören, schmecken, fühlen, riechen. Wir können diese Wahrnehmungskanäle trainieren, so dass wir differenzierter wahrnehmen. Zugleich nehmen wir andere Frequenzen war als andere Lebewesen. So hören wir in einem anderen Frequenzbereich als eine Fledermaus, sehen einen bestimmten Auszug des Farbspektrums, riechen im Vergleich zu Hunden sehr eingeschränkt…

Wir nehmen damit ein Gegenüber wahr. Nun bleibt die Frage ob wir in dieser abgetrennten Wahrnehmung bleiben oder das Ganze füllen mit einem weiteren Wahrnehmungselement: dem Bewußtsein.

Dem Bewußtsein, dass in allem Leben das Leben selbst schwingt.
Dem Bewußtsein, welches der Raum selbst ist und welches zugleich alles durchwebt.
Dem Bewußtsein, welches Verbindung ermöglicht.
Dem Bewußtsein, dass Bewußtsein Leben ist.

Alle Wahrnehmungskanäle und all unsere Wahrnehmungen sind Leben und Ausdruck des Lebens. Sie sind Möglichkeiten, uns mit uns, unserer Innenwelt und Aussenwelt zu verbinden. In Austausch zu treten. Uns und die Welt und unsere Mit-Lebewesen zu erfahren. Zu erfahren, dass sich das Leben selbst erfährt. Zu erfahren, dass wir das Leben selbst sind- in einer uns ganz eigenen Ausprägung. 

Genauso wie wir unsere (mehr oder weniger) geübten gewohnten fünf Sinne einsetzen und trainieren können, können wir auch wieder Zugang finden zu Bewußtsein. Zur Wahrnehmung von Bewußtsein, von Leben und dass alles Leben schwingt. Wir mit allem verbunden sind.

Wieviel facettenreicher, leuchtender, erfüllter wird dadurch das Leben? Wieviel mehr Lebendigkeit kann dadurch entstehen? Wieviel mehr Wertschätzung und Achtung kann gelebt werden? Wieviel mehr können wir dadurch das Wesenhafte in allem Leben anerkennen und was bedeutet das für den Alltag?

Lasst es uns erfahren.

Roswitha

Wir sind ein Organismus. Ein Ökosystem. Alles ist verbunden. 

Die Luft unserer Atmosphäre strömt in jeden einzelnen von uns ein und aus – wie sehr wollen wir sie & uns verschmutzen?
Wir trinken das Wasser unseres Planeten, bestehen selbst zu einem großen Teil aus Wasser. Wie unbedacht ist es zu denken, wir könnten Müll im Meer entladen, die Gewässer verunreinigen ohne dass es dem Planeten schadet, ohne dass es uns schadet?
Wir essen was aus Erde erwächst. Was geben wir auf und in die Erde. Pestizide, Insektizide…Warum erwarten wir, dass diese Gifte nicht schädlich wären für die Erde, Tiere, Pflanzen, für uns?
Wir gewinnen Aluminium, Bestandteile der Erde für unsere Technologien und hinterlassen Gifte. 
Immer noch erfreut sich ein Teil der Menschen an dressierten Wildtieren – wozu?

Dies ist mein Gebet für diesen Planet:
Mögen wir Menschen uns entwickeln. Immer mehr feine und kluge Ideen für eine Verbesserung umsetzen.
Mögen immer mehr Menschen erkennen, was sie persönlich tun können und danach handeln.
Mögen wir uns wieder mit der Natur verbinden anstatt sie nur als Objekt-Kulisse zu nutzen.
So lange, bis die „kritische Masse“ überschritten ist und sich die Dinge auch im Großen ändern.

Mögen wir die Wesen unserer Erde, unseren Planeten achten und schützen. Mögen wir erkennen, dass wir ein Organismus sind.

…du das Gefühl hast, das Leben rast wie ein Überschall-Flugzeug und du hast keinen Stand mehr. Allerspätestens dann wird es Zeit:

Zeit anzuhalten. Zeit, dich zu verbinden.

Wie? Und womit?

Such dir einen ruhigen Platz. Nimm wahr:
Wie fühlt sich dein Flirr-Gefühl an? Ist es wie ein lauter Möwenschwarm im Kopf? Hast du einen Blei-Klumpen im Bauch, sind deine Muskeln angespannt?

Aha, so fühlt sich das an- bleib einfach beim Wahrnehmen.

Was ist mit dem Rest deines Körpers? Weißt du wo deine Füsse sind, deine Hände, dein Becken? Wie fühlst du dich von innen an? Kannst du deine Füsse von innen spüren, deine Hände, deinen Bauchraum, dein Herz?

Kannst du den Boden spüren? Fühle ihn mit den Händen. Oder lege deine Hände auf deine Oberschenkel und spüre deine Beine.

Und so nimm dir Zeit. Zeit zu spüren:

Deinen Körper aussen und innen…..

Deinen Atem, deinen Herzschlag…..

Deine Verbindung in deinem Körper…..

Deine Verbindung mit deiner Umgebung.

Wenn du deine Hände auf eine besonders aktive Stelle legen magst, leg sie achtsam dort auf und lausche mit ihnen deinem Körper. Wie fühlt sich der Körper, die Muskeln, das ganze Gewebe, der Herzschlag hier an?

Lausche mit den Händen, gib dem Körperempfinden hier Raum. Dadurch sagst du ihm: Hey, ich bin hier und nehme mir Zeit für dich. Hab Geduld, lausche und beobachte, ob sich ganz langsam, ganz in der Zeit deines Systems etwas verändert.

Und dann tauche wieder auf. Verbinde dich wieder mit deinem Alltag und nimm die Verbindung, den entstandenen Raum, die Entspannung mit in dein Tun.

Alles Liebe,
Roswitha




Struktur und Raum.
Licht und Schatten.
Fülle und Leere.
Klarheit und Geborgenheit.
Tun und Sein.


Es braucht beides, damit jedes für sich wirken und wahrgenommen werden kann und Ganzheit entsteht.

Was möchtest du erreichen, erleben? Wie möchtest du dich fühlen? Wie soll sich dein Leben anfühlen?

Wähle deine Schritte, dein Tun so, dass es dich erfüllt.

Jeden Tag und jeden Moment hast du die Chance, neu zu beobachten und zu entscheiden:

  • Fühlt sich das gerade stimmig an so?
  • Bin ich noch auf meinem Weg?
  • Welchen Schritt kann ich heute tun hin zu meinem Ziel?
  • Ist es Zeit, gerade jetzt einen Schritt zu tun oder besser mir Zeit für mich zu nehmen?
  • Wie kann ich meinen Tag heute gestalten, dass er sich erfüllt anfühlt?
  • Muss ich so reagieren oder kann ich auch etwas anderes ausprobieren?
  • Wie kann ich mit dem Mitmenschen noch authentischer in Verbindung treten?
  • Was kann ich heute der Welt schenken?

Lebe und gestalte deine Tage, deine Momente immer bewußter. So wirst du sehen, dass du dich täglich erfüllen kannst. Und so wirst du satt und eben erfüllt sein. Und genau das wirst du auch der Welt schenken: Erfüllung.

Ein schönes, neues Jahr für dich!

Roswitha

 

Hast du Angst be- oder verurteilt zu werden, wenn du lebst, wie du bist?

Wie könnte es falsch sein, echt zu leben? Dich zu zeigen, wie du bist? Deine Wahrheit lebendig nach Aussen zu bringen?

Wahrheit kann nur verkannt oder geleugnet werden.

So hat ein Urteil eines anderen nichts mit deiner Wahrheit zu tun:
* Es hat zu tun mit einer Bewertung einer Person, möglicherweise der ganzen
Gesellschaft. Und vor allem hat es damit zu tun, dass du dem Urteil glaubst.

* Es hat damit zu tun, dass Wahrheit, unser Sein individuell ist und möglicherweise nicht
in Normen hineinpasst.

* Es hat damit zu tun, dass wir oft (noch) glauben, die Norm sei die Wahrheit.

Stell dir vor, wie bunt, klar, tief & echt das Leben wäre, wenn wir alle uns trauen würden unsere Wahrheit zu leben. Wenn wir uns bewußt werden, was uns entspricht und das in die Welt geben. Stell dir vor, wie es wäre so zu sein, wie wir wir sind.

Und dann stelle es dir nicht nur vor, sondern lebe es. Lebe dich. Für dich & als Einladung für andere, es dir gleich zu tun. Und ja, es wird in Schritten und Schichten gehen. Aber es lohnt sich sehr.

 

Alles Liebe zu dir.
Roswitha

 

Deine Seele unterscheidet nicht zwischen Arbeit und Leben.

Sie kennt diesen Unterschied nicht.

So ist es deine Aufgabe im Tun und durch dein Sein deinem Leben Seele zu schenken und deiner Seele Leben zu schenken.

Dich erfüllt zu fühlen. 

 

 

Ja, es gibt sie: diese Plätze, die besonders belebt sind. Die Orte, die eine sehr starke Kraft haben.

Ja, an diesen Orten ist Heilung und Verbindung oft besonders leicht möglich.
Ja, Rituale and diesen Orten können ein ungemeiner Wirk-Verstärker sein.
Ja, zu bestimmten Zeiten im Rhythmus der Natur wirken Kräfte besonders intensiv.

Und gleichzeitig: mache dich nicht abhängig.

Mach dich nicht abhängig, weil du glaubst, du müsstest unbedingt zu den in Büchern beschriebenen Kraftplätzen gehen, weil nur dort eine Kraft wäre.
Mach dich nicht abhängig von Menschen, die dir besondere Plätze zeigen können. Das können sie ohne Frage und gleichzeitig hast du dein eigenes Empfinden, dein eigenes Radar stets bei dir und kannst Wahrnehmung entdecken.
Mach dich nicht abhängig davon, weil du glaubst, dass du Heilung, Verbindung nur an diesen Plätzen erfahren kannst.
Mach dich nicht abhängig davon, weil du glaubst, dass Heilung und Verbindung nur zu bestimmten Zeitpunkten besonders stark sein kann.

 

Sieh diese Orte und Menschen als Geschenke:

Bücher und Menschen können dich lehren, deine Wahrnehmungsfähigkeit zu verfeinern und zu erweitern.
 Menschen können dich wundervoll in Prozessen begleiten, weil sie Raum halten für dich und dir die Verbindung zu deiner eigenen Kraft kraftvoll zeigen können. Weil sie in manchen Punkten (bei weitem nich allen;)) schon ein paar Schritte weiter sind und schon einen Weg kennen. Diesen Weg integriert haben in sich. Und du so ohne Zweifel kraftvoll und fein weiterkommen kannst.

 

Und gleichzeitig sei dir immer bewußt:

Du bist ein fühlendes Wesen. Du hast deine Basis in dir. Du hast deine ganz eigene Wahrnehmungsfähigkeit. 
Und du hast Entscheidungsfreiheit und Verantwortung: mache dir bewußt, wo dich Menschen, Bücher unterstützen können, von denen du lernen kannst. Entscheide dich aus dieser Intention heraus für sie.
Und mache dir bewußt, wann du dich in eine Abhängigkeit begibst, die es nicht braucht. Vielleicht wartet schon ein Platz gleich in deiner Nähe auf dich? Ein Platz der dir Kraft schenkt oder sein geduldiges oder warmes für dich da Sein. Vielleicht ist es an der Zeit, deine Eigen-Verantwortung wahrzunehmen und deiner eigenen Kraft zu vertrauen: zu merken, dass du mittlerweile selbst auf deinen Beinen stehen und laufen kannst. Und dann später auf deinem Weg wieder bewußt zu entscheiden, wenn du Unterstützung brauchst, um neues zu lernen (und diese später wieder loszulassen).

 

Alles Liebe,

Roswitha

Der Kreis beginnt sich zu schließen:

Im Frühjahr habe ich die Knospenkraft tief in mich aufgenommen. Noch immer kann ich diese Erinnerung lebendig abrufen.

Jetzt fallen die goldenen-roten Blätter von den Bäumen. Es duftet nach warm-sonnigen Herbstlaub. Auf der Erde scheinen viele goldene Sonnen: Ahornbäume, Birken, Buchen, Linden. Ich höre den Wind, die fallenden Blätter.
All die Wärme, den Duft, die Farben: ich nehme sie in mich auf, gebe ihnen einen Platz in mir, speichere das Leben in mir.
Auf einer Wanderung nasche ich Hagebutten vom Strauch, ernte rotstrahlende Vogelbeeren, bestaune eine Eidechse, sehe eine Gruppe Gemsen, sogar einen Adler. Ich freue mich über ein Wiedersehen mit meinem Freund dem Meisterwurz, rieche seinen kräftigen Duft, verspeise ein Blatt und spüre seine starke Kraft. Sehe Springbrunnentropfen am Bach, wehende Spinnweben in der Luft.

Auch dieses Erlebte ist jetzt bereits Erinnerung. Und diese Erinnerung ist lebendig in mir, ist in mir gespeichertes Leben. Aus meinem Speicher kann ich es jederzeit abrufen, mich wieder verbinden. Die Lebendigkeit geht nie verloren.

Spürst du die Lebendigkeit um dich und in dir? Leg´dir einen Speicher an, eine Schatzkiste und fülle sie. Dann kannst du dich immer damit nähren.

 

Alles Liebe,

Roswitha