Der Kreis beginnt sich zu schließen:

Im Frühjahr habe ich die Knospenkraft tief in mich aufgenommen. Noch immer kann ich diese Erinnerung lebendig abrufen.

Jetzt fallen die goldenen-roten Blätter von den Bäumen. Es duftet nach warm-sonnigen Herbstlaub. Auf der Erde scheinen viele goldene Sonnen: Ahornbäume, Birken, Buchen, Linden. Ich höre den Wind, die fallenden Blätter.
All die Wärme, den Duft, die Farben: ich nehme sie in mich auf, gebe ihnen einen Platz in mir, speichere das Leben in mir.
Auf einer Wanderung nasche ich Hagebutten vom Strauch, ernte rotstrahlende Vogelbeeren, bestaune eine Eidechse, sehe eine Gruppe Gemsen, sogar einen Adler. Ich freue mich über ein Wiedersehen mit meinem Freund dem Meisterwurz, rieche seinen kräftigen Duft, verspeise ein Blatt und spüre seine starke Kraft. Sehe Springbrunnentropfen am Bach, wehende Spinnweben in der Luft.

Auch dieses Erlebte ist jetzt bereits Erinnerung. Und diese Erinnerung ist lebendig in mir, ist in mir gespeichertes Leben. Aus meinem Speicher kann ich es jederzeit abrufen, mich wieder verbinden. Die Lebendigkeit geht nie verloren.

Spürst du die Lebendigkeit um dich und in dir? Leg´dir einen Speicher an, eine Schatzkiste und fülle sie. Dann kannst du dich immer damit nähren.

 

Alles Liebe,

Roswitha

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